Rückblick Late Night Concert 2018 - Tora Augestad und "Music for a While"

KissSalis meets Kissinger Sommer - Premiere mit Tora Augestad  in ungewöhnlichem Ambiente gelungen

Keine Wasserattraktionen, dafür klassisch angehauchte Jazz-Interpretationen bekannter Songs der letzten 400 Jahre in einem außergewöhnlichen Ambiente: Kein ganz normaler Donnerstagabend in der KissSalis Therme, kein ganz normales Kissinger Sommer Konzert - so lässt sich der späte Abend des 12. Juli 2018 beschreiben. „Wir haben schon an vielen verschiedenen Orten gespielt – aber in einem Schwimmbad war es eine wunderbare Premiere für uns!“ sagte Tora Augestad nach dem Late Night Concert in der KissSalis Therme, welches nach der regulären Öffnungszeit in exklusivem Kreise stattfand. So forderte die Sängerin auch gleich zu Beginn ihr Publikum auf, nicht nur auf den bequemen Liegen den Songs zu lauschen sondern auch in das 34°C warme Thermalbecken zu kommen, um von dort aus das Konzert zu erleben.

Viele Thermenbesucher hatten schon nachmittags nicht schlecht gestaunt, als sie den Soundcheck von Tora Augestad und ihrer Band „Music for a While“ miterleben konnten. Im wahrsten Sinne des Wortes gingen die fünf Künstler nämlich währenddessen sogar baden – um der Akustik nicht nur in der Badehalle sondern auch unter Wasser zu lauschen.

Das Konzert in der KissSalis Therme unterschied sich schon sehr von den übrigen Konzerten des 33. Kissinger Sommers. Das norwegische Ensemble verwandelte die Therme in einen Konzertsaal – in dem man statt Abendkleid oder Smoking ganz leger Bikini, Badetuch und Bademantel trug. Klassische Songs von John Dowland bis Kurt Weill wurden dabei – passend zum Ambiente – jazzig interpretiert, zum Teil auch langsamer und weicher gespeilt als man diese bis dato kannte.

Dr. Stefan Kannewischer, Geschäftsführer der KissSalis Therme Bad Kissingen, freute sich ebenfalls über die gelungene Premiere: „Die Idee eines gemeinsamen Konzertes mit dem Kissinger Sommer hatten wir schon lange, und Intendant Dr. Schlömp war im letzten Jahr sofort Feuer und Flamme. Dass wir nun gleich mit einer internationalen Künstlerin wie Tora Augestad gestartet sind – wunderbar!“ Man möchte mit solchen Konzerten nicht nur neue Zielgruppen erschließen, sondern auch mit neuen, ungewöhnlichen Spielstätten die Attraktivität des Musikfestivals immer steigern, ergänzte Dr. Schlömp.

Eine Zuhörerin aus München faszinierte besonders das ungewöhnliche Ambiente, welche durch die abendliche Stimmung, die großen Lichtsäule mitten im Becken und der Unterwasserbeschallung erzeugt wurde. „Ich fühlte mich wie in eine andere Welt versetzt: man schwebt auf einer Poolnudel, lauscht dabei den Klängen unter Wasser und beobachtet das Lichtspiel in den großen Glasfassaden – einmalig“